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Apple – Patentanmeldung für ‚location histories for loacation aware devices‘

Apple meldet unter dem Titel „LOCATION HISTORIES FOR LOCATION AWARE DEVICES“ ein neues Patent (Nr. 12/553,554) an.

In some implementations, the baseband processor can collect network information (e.g., transmitterIDs) over time. Upon request by a user or application, the network information can be translated to estimated position coordinates (e.g., latitude, longitude, altitude) of the location aware device for display on a map view or for other purposes.
Damit wird es nach der Patentanmeldung für den Nutzer möglich sein, sich auf einer Karte seine letzten Aufenthaltsorte anzeigen zu lassen. Im Rahmen der zuletzt aufgetretenen Verwirrungen um den ‚location cache‘ auf dem iPhone findet sich in der Patentanmeldung ein interessanter Punkt: Abbildung zwei zeigt, dass die „Location Historie DB“ in ihrer Größe beschränkt sein wird. Kommen neue Standorte hinzu, werden alte Einträge aus der Datenbank gelöscht.

Mehr Input finden Sie hier.

Wobei mit Bug wohl nicht die Sammlung der Standortdaten gemeint war. Der Bug war vielmehr, dass der bestehende Cache in seiner Größe nicht begrenzt war – obwohl hier ein Limit von etwa 2 Megabyte angesetzt war.

Ebenso – wie bei Heise zu erlesen ist – wurde mit der cache db kein vollständiges Bewegungsprofil der Nutzer erstellt:

Die Datenbank enthält im Wesentlichen zwei Tabellen, eine mit WLAN-Routern und eine mit Mobilfunksendern, denen jeweils eine Koordinate und ein Zeitstempel zugeordnet ist. (…)  Jede WLAN- und Mobilfunkzelle kommt nur einmal in der Datenbank vor. Die Einträge werden ab und zu aktualisiert, sie bekommen dabei den Zeitstempel des letzten Updates. Der Zeitstempel bedeutet also nur, dass das iPhone diesen Eintrag zu diesem Zeitpunkt das letzte Mal aktualisiert hat. Wann der Anwender vor diesem Zeitpunkt schon einmal im Bereich dieser Funkzelle oder dieses WLANs war, lässt sich der Datenbank nicht entnehmen, ebensowenig, ob er später nochmals dort war.

Völlig unabhängig vom Anbieter eines Smartphones sollte man sich immer bewusst sein, dass diese kleinen Rechenmaschinen über viele Sensoren verfügen, mit denen sich viele Daten sammeln lassen. Moderne Smartphones sind vollwertige Computer. Wem das zu gefährlich und nicht geheuer ist, bleibt heute noch der Rückgriff auf die klassischen Telefone – ohne alles.

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