07.01.2010, sueddeutsche.de:
Viele – teils sehr große – Unternehmen sind im Internetzeitalter nur mit einem Bein angekommen. Sie nehmen das Internet als ein erweitertes Warenhaus und Marketing-Instrument wahr. Aber das Misstrauen und die Angst sind nicht zu leugnen. Vor allem vor Bloggern haben viele Firmen Angst, denn “… viele Kommunikationsprofis wissen nicht, wie sie sinnvoll mit Kritik im Internet umgehen sollen.” Die Qualität der bloggenden Kritiker reicht von der Schmähkritik bis zur sachlichen Auseinandersetzung mit einer Firma. Was früher “… schlimmstenfalls als Leserbrief bei einer Zeitung landete, wird heute im Netz veröffentlicht.” Doch wenn eine Firma gegen einen Blogger klagt, hat sie fast immer verloren.
Zunächst einmal spielt es in einem Konflikt zwischen Blogger und Unternehmen weniger eine Rolle, wer im Recht ist. Wichtiger ist es stattdessen, wer besser kommuniziert. Denn die Autoren sind außergewöhnlich gut vernetzt. Sie verhalten sich in der Gruppe solidarisch und helfen sich gegenseitig.
Wenn das Sprichwort bei Geld hört die Freundschaft auf auch im Internet gelten sollte, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass man mit Blogs kein Geld verdienen kann. Aber diese Feststellung nur am Rande. Wichtig – und dies gilt es zu verstehen – ist in Fällen von Kritik eben der Wirkungsgrad der Kommunikation. Das Internet ist vor allem ein freies Medium zum Gedankenaustausch. Es hilft miteinander zu reden. Insbesondere vor einer Abmahnung oder einer Klage ist es im Internet nie verkehrt, zunächst mit dem oder den betroffenen Bloggern in Kontakt zu treten, Änderungen, Korrekturen oder Gegendarstellungen anzusprechen. Natürlich darf man dabei auch die Keule in der Hinterhand erwähnen. Die meisten Blogger sind bereit, bei einer Übertretung von Grenzen eine Korrektur vorzunehmen und mitunter auch bereit, die Meinung der anderen Seite zu publizieren.
Keine Angst vor Bloggern. Kommunizieren hilft!
und “Todesfalle Handyortung” titelt die Bild-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Eine polarisierende Simplifizierung!
Fakt ist, ihr Mann konnte ihren Standort durch Handyortung bestimmen. Dies ist leider richtig, jedoch sind alle weiteren Gedanken absurd. Von einer “Todesfalle Handyortung” im Allgemeinen kann hier keine Rede sein. Wir veröffentlichen seit Jahren in diesem Blog Fälle, in denen Handyortung Leben gerettet hat. Diese Technik nun so zu diffamieren ist unredlich. Nicht die Handyortung hat getötet, sondern ihr Mann hat es getan. Dies tat er mit eimem Messer… nach der Logik des Verfassers starb sie also auch, weil ihr Mann ein Messer dabei hatte. Solch eine Schlagzeile wäre aber belanglos, da Jedem der Nutzen und auch das Risiko von Messern bekannt ist. Fakt ist, mit Allem kann man Mißbrauch treiben, wenn man die nötige kriminelle Energie dazu aufbringt. Bei genauem lesen erkennt man auch, dass es sich hier um einen Missbrauch handelt, der auch mit anderer Technik möglich wäre. Ihr Mann hat sein Handy registriert und ihr untergeschoben, so wie ein Privatdetektiv ein Auto mit einem GPS-Peilsender versehen kann. Doch die Technik an sich ist hier nur ein Puzzleteil.
Der Mann hatte vor seine Frau zu finden und zu töten. Wenn er es nicht mit einer illegalen Handyortung geschafft hätte, dann anders, über Freunde, Bekannte, etc.. Er hatte ganz offensichtlich nicht nur die Absicht, sondern auch die kriminelle Energie dies um jeden Preis durchzuziehen. Solche Täter sind durch keine Gesetze oder andere administrative Maßnahmen zu stoppen, sie agieren wie ein Selbstmordattentäter – rücksichtslos! Hier wäre einzig eine vorbeugende Schutzhaft hilfreich gewesen… Die gibt es hier aber so nicht. Was bleibt, ist nur eine harte Bestrafung und öffentliche Ächtung! … und die Hoffnung das dies mögliche Folgetäter abschreckt!
Ein US-Marktforschungsinstitut ermittelte die Verbreitung von der Apps des Apple-App-Stores. Das Ergebnis war überraschend, denn die hohe Zahl an Apps – immerhin 100.000 ! – und die steigende Zahl der Apple-Nutzer ließ auch auf eine hohe Vertreitung schließen. Dies ist auch zutreffend, allerding für nur rd. 20% der Applikationen. Der Rest bleibt relativ unbeachtet. Schade, denn Vielfalt belebt eigentlich das Geschäft. Hier scheint sich eine seltsame Uniformität einzuschleichen…
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… doch leider – trotz Handy-Ortung und abgehörten Telefonaten – reichte dem Richter die Beweislage nicht mit letzter Sicherheit den sich illegal in Deutschland befindlichen und im Bandenverdacht stehenden 38jährigen Kosovaren zu verurteilen.
Es fällt schwer hier keine Kommentierung zu hinterlassen…
Den kompletten Bericht lesen Sie hier.
Es ist ein Tag des Trauerns und des Nachdenkens. Gerade wenn man sich die Muße nimmt sich die vorhandenen kritischen Dokumentationen hierzu anzusehen. Jeder kann sich hierzu seine eigene Meinung bilden. Allein die Vorstellung nur ein Bruchteil der angestellten Vermutungen wäre wahr …
Im Internet finden sich viele Filme zum Thema. Den wichtigsten findet ihr hier in deutsch synchronisiert ( Google Video ).