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„Modellierungsstandard verliert an Gewicht“ (?)

So stand es vor kurzem in der „Computerzeitung“ (siehe auch hier). Gemeint war die Unified Modeling Language (UML) und als Erläuterung dazu konnte man lesen, dass „die Anwender Alternativen suchen“ weil UML „zu umfangreich“ ist. Auch der frühere GI-Präsident, Professor Heinrich Mayr, erklärt sich zum „Gegner von Ansätzen, die versuchen, immer mehr in eine Modellierungssprache zu packen, bis es aufwändiger ist, die Beschreibungssprache zu lernen als das System zu implementieren.“ Recht hat er, doch bereits vor Jahren haben Fachkollegen vor dieser steigenden Komplexität gewarnt (Communications of the ACM, Nov. 2002: „What UML Should Be“). Genutzt hatte es schon damals nichts – UML verleibte sich weitere Diagrammtypen und Elemente ein und wurde noch dicker.

Modellierungsstandard bleibt fett – und verliert an Attraktivität!

Da wundert es nicht, dass Heinrich Mayr dafür plädiert, „nur eine kleine Anzahl grafischer Notationselemente zu verwenden“ und sich an „vielseitig verwendbaren Konzepten“ wie den Petrinetzen zu orientieren. Genau das hatte Professor Siegfried Wendt getan, als er (vor rund dreißig Jahren!) den Grundstein für FMC legte. Deshalb setzen wir diese schlanke Methodik auch weiterhin ein – statt zu hoffen, dass UML irgendwann auf Diät geht. Die OMG wird ihr Baby weiter füttern – getreu Monty Python: „…nur noch ein hauchzartes Minzplätzchen…“

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