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Ökosünder Taxi-Fahrer unter GPS-Überwachung stellen

Am vergangenen Wochenende war ich in unserer Hauptstadt viel mit dem Taxi unterwegs. Diese sind in Berlin noch immer gut an ihrer elfenbeinfarbenen Lackierung zu erkennen. Service, Freundlichkeit, angenehmes Reisen? Es gäbe viel zu berichten. Ich bin mir nicht sicher ob man bei einer Lebensversicherung, in dem Normalerweise nur Beruf und Vorerkrankungen anzugeben sind, auch ein Kästchen mit „Ich fahre Taxi in Berlin“ vorkommen sollte. Vielleicht war die Stichprobe aber nur viel zu klein und das Intervall nicht günstig gewählt.

Ich hatte bei vier von fünf Fahrten leider immer die Chauffeure der unangenehmen Sorte. Anscheinend gelten für Taxis in Berlin keine Tempolimit. Oder ich habe die Klausel mit der Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h nicht gesehen. Auch bremst man nicht unbedingt vor einer Kurve ab und schaltet in den passenden Gang. Taxi Driver* läßt grüßen und fährt im Renntempo auf die Kreuzung zu um dann scharf zu bremsen und im Scheitelpunkt der Kurve wieder kräftig Gas zu geben. Haltestriche und Farbahnmarkierungen sind auch nur für die anderen. Einen Taxifahrer fragte ich ob er mitbekommen hatte das er Fahrgäste an Bord hat. Die Frage verstand er leider nicht und fühlte sich auch von dieser Frage nicht genötigt einen Gang runter zu schalten.

Vielleicht sollte Taxis besser überwacht werden. Die Akzeptanz für Promilletests vor dem Start wäre vorhanden und bei den Männern sogar höher als bei den Frauen berichtet die BitKom. Neben dem Mobiltelefon des Fahrers kleben auch häufig ein Navi und ein etwas älteres Windows Smartphone an der Windschutzscheibe. Bei so viel Elektronik sollte es doch ein leichtes sein GPS-Daten zu sammeln. Dann ließe sich vom Taxieigner leicht nachvollziehen wie seine Angestellte ohne Angst vor Verlusten immer fleißig Gas geben. Das unökonomische „durch die Stadt rasen“ macht sich ja sicherlich auch an der Tankstelle bemerkbar. Was da an Einsparungspotenzial vorhanden ist lässt sich nur erahnen und mit den Protokollen der Ortung vom Taxiunternehmen errechnen. Und manchmal ist schon die Blackbox Abschreckung genug. Für unsere Umwelt und den Passagieren zu Liebe: Mehr Rücksicht und Vernunft im Straßenverkehr! Ökonomischer, vorrausschauend und damit auch sicher zu fahren ist die Wunsch in die Runde. Dass das möglich ist, zeigte mir ein Taxifahrer bei einer Neun-Euro-Fahrt. Ruhig, entspannt und unter Einhaltung der Verkehrsregeln chauffierte er mich sicher nach Hause. Weniger Schumi, mehr Chauffeur. So dürfte es immer sein.

* = Affiliate Link

Eine Antwort zu “Ökosünder Taxi-Fahrer unter GPS-Überwachung stellen”

  1. Ulrich sagt:

    Tolle Hinweise! Ich werde mich damit mal intensiver beschäftigen! Bin gespannt auf die naechsten Beitraege!