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openplanB – der zweite Anlauf

Michael Kreil ist selbständiger „Data Scientist“ und Entwickler bei open data city. Er entwickelt Konzepte und Anwendungen im Bereich Opend Data. Seine bekannteste Plattform ist http://openplanb.tumblr.com/

Wie ist der Stand von OpenData in Deutschland und welche Daten fehlen noch?

Open Data für mehr Transparenz? Oder Open Data für mehr Zukunft. Wo sind die Breifkästen der Deutschen Post? Manchmal braucht man sie doch noch. Oder wo sind die Tankstellen in meiner Nähe? Es sollte im Interesse der Betreiber sein, solche Daten öffentlich zu machen. Denn sie leben nicht vom Verkauf von „Fahrplänen“. Sie leben vielmehr davon ihre Produkte, wie Öl, Benzin, Briefmarken etc zu verkaufen. Um diese zu verkaufen, müssen sie die Kunden zu sich bringen.

Aber selbst, wenn die Daten offengelegt wurden: Wo können diese Daten abgerufen und zur Schaffung von Mehrwerten genutzt werden? Und welche Daten fehlen noch? Was wurde noch nicht offengelegt? Ein Anlaufpunkt will die open knowledge foundation mit open data map bilden. So soll eine Übersicht über die offen verfügbaren Daten geschaffen werden, aufgezeigt werden, was es gibt, welche Daten noch fehlen und welche Anwendungen schon vorhanden sind, um diese Daten nutzen zu können. Der Überblick über die Daten die noch fehlen, soll ein Instrument für die Lobby-Arbeit bilden, um diese noch einfordern zu können.

Aus dem Publikum kommt zum letzten Punkt, der Lobbyarbeit, der Hinweis, dass die Vision nicht verkehrt sein mag. Aber leider werden immer wieder Annahmen getroffen, dass Daten doch mit Steuergeldern schon geschaffen worden sind. Dies sei ein Irrglaube hier den Schwerpunkt zu setzen. Für die Verwaltung(en) ist eher die Abwägung zu treffen, ob die organisatorischen Strukturen vorhanden sind, um Daten überhaupt bereitzustellen. Und es ist nicht geklärt, welche Daten privater Natur und damit schützenswert sind. Weiterhin bedarf noch sehr stark der Aufklärung. Denn nur wenige Mitarbeiter in Ämtern und Konzernen wissen überhaupt um die Möglichkeiten von open data – und den Vorteilen, welche die Verwaltungen und Firmen aus der Freigabe der Daten ziehen können.

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