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rp13 – Reden ist Gold

Zeigt Tim Pritlove auf der Bühne 2 der Republika

Tim Pritlove — Radio Zukunft

Der zweite Tag der Republica 2013 beginnt im Saal zwei mit Tim Pritlove. Das Thema: Podcasts.

Tim Pritolove ist Podcaster, Moderator und Inhaber der Metaebene Personal Media. Als Journalist möchte er sich nicht verstehen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind Projektenwicklung, Projektmentoring und die Entwicklung des Crowdfunding als neue Form der Finanzierung im Internet.

Vor allem ist Tim Pritlove im Web für seine Podcasts wie CRE, Not Safe for Work und Logbuch Netzpolitik – und viele mehr. Er gilt vielen in der Podcasting-Szene als Evangelist der Podcasts. Pritlove sieht dabei für Podcasts – als Radio für das zeitsouveräne nachhören – die Chance der Nische.

Podcasts sind anders als das richtige Radio. Podcasts werden als Hobby gemacht und manchmal entwickeln sie sich zu viel gehörten Programmen, die immer professioneller werden. Dabei bleibt das Format anders und ist nicht Radio. Das UKW-Radio kennt die 3-Minuten-Blöcke mit Reden, Musik, Werbung und Nachrichten. Diese Dudelfunkkonzepte werden von Podcasts eingerissen. Podcasts kennen keine Zeitbeschränkung und können sich ausführlich den Themen widmen, bis sie der Meinung sind das Thema ist ausreichend tief behandelt.

Um den Podcastern ein Werkzeug an die Hand zu reichen, entstand das Projekt Podlove als commutiy driven project. Dabei sei es nur Zufall, dass Podlove stark nach Pritlove klingt. Motiviert wurde die Entwicklung aus dem Mangel an bestehender Veröffentlichungssoftware für Podcasts. Für die Entwicklung von Podlove stehen Standards, Konventionen und best practices im Mittelpunkt. Audio-Inhalte sollen im Web im den Mittelpunkt gestellt werden.

Zweiter Bestandteil des Projekts ist der Podlove Publisher. Dabei handelt es sich um ein WordPress-Plugin, welches die Macher von Podcasts bei der Veröffentlichung auf der eigenen Homepage unterstützen soll. Als code by convention Werkzeug muss man nur noch seine Audiodateien von Auphonic überarbeiten lassen und dann in ein Verzeichnis hochladen. Hält man dabei nach Konvention eine bestimmte Struktur in der Benennung ein, kümmert sie der Publisher darum die notwendigen kanäle zu befüttern. Vorausgesetzt es wurden alle Voraussetzungen für die Veröffentlichung erfolgreich geprüft. Ist dies nicht der Fall, wird dem Nutzer ein passender und aufschlussreicher Hinweis gegeben, woran die Veröffentlichung gescheitert ist.

In Kombination von Publisher und Player sollen Podcasts strukturell vorangebracht werden. Die Herausforderungen sind deep linking, embedding, Empfehlungen und Kommentare. Denn der klassiven Audiodatei kann man weder Meta-Daten, noch Verlinkungen an einen bestimmten Zeitpunkt, noch Kommentare zu einem Abschnitt oder gar shownotes angedeien lassen. Dies sind Probleme, welche jetzt schon, wenn auch Player und Publisher noch in der Beta sind, gelöste oder mit einem Lösungsvorschlag versehene Themen.

Als dritten Bestandteil gibt es seit dem letzten Jahr das Bitlove-Projekt für die Verbreitung von auch größeren Inhalten über das Bittorentprotokoll. Das ist vor allem für Podcaster mit begrenztem Platz interessant.

Nicht direkt Teil des Bitlove-Projekts ist Auphonic. Dabei handelt es sich um ein Freemium-Audio-Tool, welches einem die Audionachbearbeitung abnimmt.

Neu im Reigen der Podlove-Tools ist Poodle. Poodle ist eine experimentelle Suchmaschine für Podcasts, die in kooperation mit Podlave vorangetrieben wird. Der Schwerpunkt liegt bei Poodle in der intensiven Nutzung der zu den Podcasts gelieferten Meta-Daten.

Noch nicht vorhanden aber in Arbeit sind Projekte zur Identifikation und Nennung von Kontributoren und Visualisierung der Sprecheraktivitäten. Unter Kontributoren fallen beispielsweise die Schreiber der Shownotes, die im Schatten der Sendung die besprochenen Themen festhalten, mit Meta-Daten auszeichnen und mit Links anreichern. Um diesen Weg zu beschreiten braucht es aber noch weitreichender Innovation; Das RadioWeb2.0!

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