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RIM kurz vor dem Sterben?

Vielleicht hat es der ein oder andere mitbekommen. Der Smartphone Hersteller RIM hat massive Probleme. Millionen von Kunden können seit Montag keine Mails empfangen, keine Kontakte abgleichen oder im Internet surfen. Die Facebook App gibt nur eine Fehlermeldung, Twittern ist nicht mehr möglich, und die Wetter App zeigt auch keine Aussicht mehr für den morgigen Tag.

Blackberry Desaster

Blackberry Desaster: Bild von http://chamberlintimes3.blogspot.com


Lange hat RIM gebraucht um offen zu kommunizieren, was los ist. Anscheinend ist das Ausfallsystem auch gleich mit ausgefallen. Zuerst hieß es, die Probleme wären einzugrenzen auf Europa, den Nahen Osten und Afrika. Am vergangenen Abend gab es plötzlich auch Meldungen aus Venezuela und den Vereinigten Staaten.
Das Ganze kommt verdammt ungünstig. In zwei Tagen gibt es das neue Apple iPhone 4Gs und wird einen weiteren Teil des Mobilfunkmarktes vereinnahmen. Dazu wird nach diesem Debakel auch der eine oder andere Blackberry-Kunde gehören.
In unserer Firma gibt es bisher nur einen Mitarbeiter, der einen Blackberry einsetzt. Der Großteil der Belegschaft ist in der Wahl seines Smartphones sehr getrieben vom Einheitsgeschmack. Die Verbreitung des iPhones dürfte in etwa bei 50% liegen.
Der Kollege mit dem Blackberry ist noch immer begeistert von der tollen Tastatur, der gut zu bedienenden Oberfläche, der hervorragenden Konnektivität im Auto via Bluetooth und die seinesgleichen suchende Akkuleistung, die ein Netzteil in der Firma quasi überflüssig macht. Aber was bringt das alles, wenn wegen eines Fehlers beim Serviceanbieter das Smartphone gar nicht mehr so smart ist? Es plötzlich seine Haupteigenschaften verliert und nichts weiter ist, als ein schnödes Handy, das sich in Sachen Funktionalität nun messen kann mit einem 15 Jahre alten Nokia 5110.

ein T-Mobile Sidekick


Es ist gar nicht so lange her, da hat eine weitreichende Softwarepanne dafür gesorgt, dass eine Gattung an mobilen Geräten komplett verschwand. Der in Übersee sehr beliebte Sidekick, angeboten von T-Mobile, war das „must have“ der Stars und Sternchen. Dabei lagen alle Bilder, Kontakte, Nachrichten und Mails auf einem Server. Das Smartphone synchronisierte sich ständig mit dem Server von T-Mobile.
Es kam zu einem Fehler, welcher einher ging mit einem Datenverlust. Leider hatte dies damals auch das Backup mit in den Abgrund gezogen. Die Leute standen plötzlich da und hatten keine Kontaktdaten mehr, ihre Fotos waren weg und Mails waren unwiederbringlich im Datennirwana.
Als Konsequenz wurde der Service zum 1. Januar 2010 eingestellt. Plötzlich hatten die T-Mobile USA Kunden ein sehr teures Stück Elektronikschrott in der Hand.
Schaufelt sich Blackberry gerade sein eigenes Grab? Müssen wir nur noch warten bis jemand den Sargdeckel zunagelt? Oder bekommt das kanadische Unternehmen noch mal die Kurve?

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